inspiration (wieder)finden
durch wahrhaft wohlige drecksarbeit

beep beep beep … !
nacht vorbei. raus aus den federn. der kopf dröhnt von 8 stunden bildschirmarbeit gestern. kind schulfertig machen, pausenbrot schmieren, kaffee in die tasse und wieder ran an die kreativmaschine. heute auf dem plan: konzept für einen webshop erstellen, großflächenbanner zum druck vorbereiten, die dritte korrekturschleife für eine eventeinladung abarbeiten, emails checken, instagram beitrag posten, buchhaltungsunterlagen an den steuerberater schicken, … ahhhh!!!!

dir kommt das irgendwie bekannt vor?
nach 15 jahren grafischen outputs (das entspricht ca. 2.000 stunden im jahr, also 30.000 stunden insgesamt) klopfte 2019 die sinnkrise an die tür. täglicher muskelkater in gesäß und beinen sowie ein rücken, der wie ein spiegel meines inneren mehr und mehr die form eines fragezeichens annahm, gab's als bonus für ambitionierte selbstaufgabe obendrauf.

instinktiv spürte ich, dass die zeit gekommen war für was ganz anderes. ich hörte meine oma – zeit ihres lebens bäuerin mit leib und seele – aus dem off: "mei mädle, mach langsam. des isch doch alles gar it so wichtig…". bilder aus meiner kindheit kamen hoch: mit der oma im garten, beim backen, spazieren im wald. und dazu viele glücksmomente. dann kam corona. gerade noch rechtzeitig. die zeit des totalen stillstands ermöglichte die rückbesinnung auf mich selbst. innehalten, antworten finden:
was tut mir gut?
wie will ich leben?
was bereichert mich wirklich?
wann bin ich glücklich?
es folgten zahlreiche treffen mit pionieren der öko-landbau-bewegung. ich sehnte mich nach körperlicher arbeit an der basis. wieder innehalten, prüfen, reinspüren: ja, fühlt sich gut an! konsequenz war die gründung eines gemeinschaftsgartens, zusammen mit einer handvoll bester freunde. als hauptberufliche schreibtischtäter entwickelten wir uns in kürzester zeit zu hochleistungs-wühlmäusen (die angestaute körperenergie musste ja irgendwie raus). bereits im ersten anbaujahr produzierten wir wertvollste nahrungsmittel für uns und weitere 20 familien quasi nebenbei.

die erkenntnis:
hände in der erde, füße auf dem boden, wind im haar, sonne auf dem körper, aromaexplosionen zwischen den zähnen und viiiieeeel freiheit im kopf – das kriegst du nur in deiner eigenen freiluftmuckibude, deinem garten. heute arbeite ich wieder gerne am rechner, am smartphone, mit verschieden technologien. warum? weil ein reset an meiner kreativtankstelle garten jederzeit möglich ist. dort hab ich gelernt:
wachstum erfordert loslassen, langsamkeit birgt schöpferkraft, ❤️ ist der schlüssel zu allem.

starte deine eigene gartenreise.
entwickle das lebensmodell, das zu dir passt.
schreib mir, wo du gerade stehst.
für dich
hier findest du schönes, nützliches und von hand verarbeitetes aus meiner kreativ(w)erdung.


